Sonntag, Juli 23, 2017

Rezension | Christine Thomas "Rock My World - Ein heißer Sommer"

416 Seiten | Rock My World #1 | Jugendroman/Liebe | 14.04.2015 | cbt Verlag | 9,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Als Jasmin (17) auf ihrer Geburtstagsparty ihren Freund Conall beim Fremdgehen mit ihrer besten Freundin erwischt, ist sie dankbar, nach L.A. flüchten zu können. Ihre Mutter hat beschlossen, dort als Schauspielerin neu durchzustarten. Während ihr bester Freund Leon ihren Rachesong »Sorry Ass« zum YouTube-Hit macht, jobbt Jasmin in L.A. bei Starbucks und verliebt sich dort in den geheimnisvollen Raoul. Doch mit dem Erfolg von »Sorry Ass« tritt Conall, der mit seiner Band ebenfalls immer bekannter wird, wieder auf den Plan. Wird Jasmin auf seine medienwirksamen Versöhnungsversuche eingehen oder sich für Raoul entscheiden?

Erster Satz

Könnt ihr euch an einen Tag in eurem Leben erinnern, der etwas ganz besonderes war?

Meine Meinung

Nachdem Jasmins Freund sie an ihrer eigenen Geburtstagsparty betrogen hat, schreibt sie wütend und enttäuscht den Song "Sorry Ass" und lädt ihn auf YouTube hoch, wo er zum Hit wird. Zum Glück konnte sie vor Cornell nach LA flüchten, wo ihre Mutter Schauspieljobs angenommen hat. Während in Deutschland ihr Song immer öfter geklickt wird, muss sie sich an eine fremde Umgebung, fremde Menschen und Stress in der Schule gewöhnen. Sie trifft schnell auf Raoul, in den sie sich verliebt, doch er hat eine kompliziertere Verbindung zu ihr und ihrer neuen Familie, als sie zunächst dachte. Und auch ihr Ex-Freund Cornell taucht immer wieder auf dem Bildschirm auf.

Jasmin ist Tochter einer Schauspielerin und genießt das Luxus-Leben in Berlin, bis sie nach L.A. umzieht und sich dort zu einem anderen Menschen verwandelt. Die schwarze Kreditkarte wirft sie weg und sucht sich lieber einen Job bei Starbucks, um ihr eigenes Geld zu verdienen und die Streitigkeiten in der Schule möchte sie auch lieber ohne das Geld ihrer Mutter regeln.
Anfangs konnte ich mit Jasmin nicht sonderlich viel anfangen, sie war einfach dieses typische verwöhnte Mädchen, das mit 17 in Luxus-Bars feiern geht und ihre Klamotten nur im KaDeWe kauft. Wie gesagt macht sie in L.A. eine positive Wandlung durch. Sie schert sich nicht darum, beliebt zu sein und sucht sich Freunde, mit denen sie ehrlich und offen sein kann, anstatt einfach nur schön und beliebt. Ich mochte sie im Laufe des Buches immer mehr. Wohingegen mir Raoul nie sympathisch war, zum Ende hin nimmt die Sympathie ein wenig zu, aber richtig begeistern bin ich noch nicht.

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Jasmin verfasst worden. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, war aber nicht wirklich etwas besonderes.

Es gab allerdings ein paar Dinge, die mich an der Handlung gestört haben. Meines Empfinden nach war es einfach ein wenig zu viel von allem. Da wäre das Verliebt sein von Jasmin und ihr gebrochenes Herz, der Ex, der sie mit ihrer besten Freundin betrügt, der YouTube Song, der zum Hit wird, der Umzug nach L.A., die  neue Familie, der neue Schwarm, der neue Job, die neue Schule, die neuen Freunde, die Streitigkeiten mit Mitschülern, irgendwann stehen auch noch auf einmal die Cops vor Jasmin und und und. Es war einfach zu viel von so vielen Themen, ich finde, die Autorin hätte ruhig was weglassen können und sich dafür mehr auf ein anderes Thema konzentrieren sollen.
Streckenweise fand ich die Handlung auch langweilig, mein Interesse ging ein wenig verloren. Jedes Mal, wenn es gerade mal interessanter wurde, sprang das Thema zum nächsten, was einfach gestört hat. Das Ende war ein wenig wirr, aber das war okay und es hat mir auf jeden Fall Lust auf den zweiten Teil gemacht, den ich mir definitiv kaufen werde.


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Was irgendwie nicht so ganz für mich gepasst hat, war der Tod von Jasmins Bruder. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das sonderlich wichtig für die Handlung war. Ihre Mutter könnte auch ohne den Tod all ihre Zeit in ihren Job stecken und Jasmin vernachlässigen und ihre zwischenzeitlichen Panikattacken hätten auch weggelassen werden können. Das mag jetzt irgendwie gemein klingen, dass ich das so sage, aber wie gesagt war der Tod so ein Punkt, den ich für die Handlung nicht nachvollziehen konnte. Das hatte rein gar nichts damit zutun.

Fazit

Trotz einiger Ecken und Kanten konnte mich die Handlung zum Ende hin immer mehr mitreißen. Zwischenzeitlich ein wenig zu chaotisch und auch langweilig, konnte mich vor allem der Cliffhanger fesseln und mich überzeugen, den zweiten Teil noch zu lesen. Es gibt leider keine klare Leseempfehlung, aber wenn du gerne solche Jugendbücher liest, solltest du dir dieses auf jeden Fall mal angucken. Ich empfehle das Buch eingeschränkt weiter.


Passabel

Liebst, Lara

Kommentare :

  1. Hallo Lara,

    ich habe von der Autorin ihre eher unbekannte "Blanche"-Trilogie gelesen und damals geliebt, vor allem wegen des sarkastischen Schreibstils. Von daher habe ich mit dem Gedanken gespielt, auch ihre Contemporary-Bücher zu lesen, auch wenn mich der Klappentext nicht hundertprozentig angesprochen hat. Deine Rezension befeuert mich jetzt allerdings auch nicht sonderlich darin, von daher lass ich es wohl eher. ^^

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Ach es muss jetzt nicht gelesen werden, war aber ganz nett für Zwischendurch :D Ich schaue mir die "Blanche" Trilogie mal an :)

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  2. Schade, dass dich das Buch nicht so ganz überzeugen konnte. Ich habe es 2015 (glaub ich) gelesen und für mich war es ein absolutes 5 Sterne Buch, was mir richtig, richtig gut gefallen hat. <3

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    1. Haha, vielleicht war ich auch nur schlecht drauf, als ich es gelesen hab :D

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